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Aktuell laufende Forschungsprojekte:

 

PSinkS ─ Performative Sprachbildung in inklusiven Lehr- und Lern-Settings (Start Oktober 2022)

Kooperationspartnerinnen:

  • Prof. Dr. Doreen Bryant, Deutsches Seminar, Universität Tübingen
  • Prof. Dr. Alexandra L. Zepter, IDSL II, Universität zu Köln

Im Projekt PSinkS gehen wir der Frage nach, wie im Rahmen der Nutzung performativer Zugänge zu einer durchgängigen Sprachbildung inklusive Lehr- und Lern-Settings so gestaltet werden können, dass Schüler:innen mit oder ohne Förderbedarf sowie mit unterschiedlichen Sprachständen und Deutsch als Erst- oder Zweitsprache jeweils eine entwicklungsorientierte Unterstützung in ihren sprachlichen und fachlichen Lernprozessen erhalten. Der Fokus liegt auf den Potenzialen einer Sprachbildung, bei der der sich bewegende Körper, das eigene ästhetische Wahrnehmen, Fühlen, Handeln und Erleben oder auch das kreativ-spielerische Gestalten, Darstellen, Inszenieren von Sprache zentrale Bedeutung erhalten und kognitive Prozesse als körperlich verankert erfasst werden. Ziel ist es, exemplarisch für verschiedene Lehr-Lern-Bereiche einer performativen Sprachbildung inklusionsorientierte Spiralcurricula zu entwickeln.

Dafür erarbeiten, erproben und evaluieren wir im designbasierten Forschungsparadigma entsprechende Lehr- und Lern-Settings und beziehen im Rahmen von Kooperations-/Forschungsseminaren sowohl Studierende im Lehramt mit Zusatzqualifikation DaZ/sprachliche Heterogenität (Universität Tübingen) als auch Masterstudierende des Fachs Deutsch im Lehramt Sonderpädagogik (Universität zu Köln) sowie Lehrkräfte im Feld mit ein.
 

Key Research Areas

  • Language and body: relevance of sensory, motoric and emotional processes in the context of language learning (speaking, listening, writing, reading); integration of aesthetic and creative experience and language learning

  • Didactics of German as a second and foreign language; didactics of inclusion

  • Written language acquisition

  • Language awareness and grammatical learning

Die Forderung nach dem Einsatz digitaler Medien im schulischen Unterricht ist derzeit aktueller denn je. Wie genau die digitalen Möglichkeiten in einem sprachsensiblen Fachunterricht genutzt werden können bzw. wie sie sowohl zur Entwicklung von sprachlichen, fachlichen als auch von digitalen Kompetenzen von Schüler:innen beitragen können, stellen dabei relevante offene Diskussionsfragen dar. Bestenfalls sind diese in Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen von Fach- und Deutschdidaktik, Medienpädagogik und Spieleentwicklung zu bearbeiten.

Das interdisziplinäre Projekt MASDIGU verortet sich in diesem Diskurs und fokussiert das Potenzial von digitalen Spielen für den Aufbau von schriftlichen Argumentationskompetenzen beim materialgestützten Schreiben im Geographieunterricht.
Bisher belegen Studien, dass sich digitale Spiele auch zur Wissensvermittlung eignen und zudem die Lernmotivation von Schüler:innen erhöhen können (vgl. z.B. Squire 2011). Darüber hinaus konnte bereits mehrfach gezeigt werden, dass digitale Spiele Literalitätspraktiken zu fördern in der Lage sind. Allerdings wurde bislang nicht untersucht, inwieweit digitale Spiele auch im Rahmen der Unterstützung von materialgestützten Argumentationen geeignet sind. Mit dem Projekt MASDIGU setzen wir hier an und untersuchen u.a. die Frage, wie ein digitales Adventurespiel so umgesetzt werden kann, dass die Kompetenzen von Schüler:innen zum materialgestützten argumentativen Schreiben der 8. Jahrgangsstufe im Geographieunterricht gefördert werden. Von Interesse ist für uns auch, inwieweit das Spiel für unterschiedliche Schüler:innen (hinsichtlich des Leistungsniveaus, des sonderpädagogischen Förderbedarfs, der Sprachkenntnisse) motivierend, verständlich und leicht bedienbar ist. Für den Unterricht in Klassen, die sich durch einen hohen Grad an Heterogenität auszeichnen, gehen wir von der These aus, dass das besondere Potenzial von digitalen Spielen darin bestehen kann, durch ein (medial) varianzreiches Angebot von Darstellungsformen in den verwendeten Materialien verschiedene Zugriffsmöglichkeiten auf Informationen zu eröffnen. Didaktisch ermöglichen die unmittelbar zugänglichen Feedback- und Hinweiskomponenten auch eine Binnendifferenzierung (vgl. Schmitz/Czauderna 2010).
MASDIGU wird aus Drittmitteln der RheinEnergie Stiftung Jugend Beruf Wissenschaft finanziert (2022 ─ 2024).

Website zum Projekt: siehe hier.

 

ISe ─ Inklusiver Schriftspracherwerb (Start Oktober 2021)

Kooperationspartner:innen:

  • Prof. Dr. Alexandra L. Zepter, IDSL II, Universität zu Köln
  • Svea Corban, IDSL II, Universität zu Köln
  • Dr. Necle Bulut, Germanistisches Institut, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Inklusive Universitätsschule (IUS) Köln

Im Projekt ISe (Inklusiver Schriftspracherwerb) interessieren wir uns für inklusive Unterstützungsmöglichkeiten von Schüler:innen, die sich zu Beginn der Sekundarstufe I (5./6. Jahrgangstufe) nach wie vor beim Lesen und Schreiben auf basaler Ebene herausgefordert zeigen und bei denen sich Anzeichen einer ‚Lese-Rechtschreib-Schwäche‘ bzw. ‚Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten‘ bestimmen lassen. ISe kooperiert mit der Inklusiven Universitätsschule (IUS) und fokussiert auf die Frage, wie sich Lese- und Rechtschreibfähigkeiten bei LRS und korrespondierenden Herausforderungen im Besonderen in inklusiven Settings eines offenen Unterrichts in ‚Lernlandschaften‘ und im Zuge stärker projektorientierter Unterrichtsformen fördern lassen.

Auch die Frage, welche Potenziale Aspekte eines struktur-/systemorientierten Schriftsprachunterrichts in diesem Rahmen bieten, wird adressiert. In der Umsetzung bindet Ise Studierende im Lehramt Sonderpädagogik mit ein, die ihre Bachelor-/Masterarbeiten im Projekt schreiben können und derart Einblick in einen ‚authentischen‘ Forschungskontext erhalten.

 

FLIP-I: Forschendes Lernen im Praxissemester ─ interdisziplinär (Start 2016)

Kooperationspartnerinnen (unterstützt vom ZfL (Zentrum für Lehrerinnenbildung, Universität zu Köln)):

  • Prof. Dr. Sophia Falkenstörfer, Lehrstuhl für Körperbehindertenpädagogik, Universität Würzburg
  • Vertr.-Prof. Dr. Caren Keeley, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Heilpädagogik und Rehabilitation, Pädagogik und Didaktik bei Menschen mit geistiger Behinderung, Universität zu Köln
  • Prof. Dr. Alexandra L. Zepter, Philosophische Fakultät, IDSL II, Universität zu Köln

Im Fokus des Projekts steht die qualitativ empirische Beforschung des von Falkenstörfer/Keeley/Zepter entwickelten Formats der Zwei-Disziplinen-Profilgruppe, bei dem Sonderpädagogik-Masterstudierende in ihrem Praxissemester ein interdisziplinäres Studienprojekt entwickeln und dabei systematisch von Dozierenden aus ihrem Fach (hier Deutsch) und ihrem Förderschwerpunkt (hier Geistige Entwicklung) gemeinsam betreut werden.
Mit einem ersten Piloten startete das Kooperationsprojekt im Wintersemester 2016/2017 und wird seitdem (evaluativ modifizierend) regelmäßig angeboten; mit Beginn im WS 2022/23 befindet es sich im 7. Durchlauf. Dabei wurde bereits im Rahmen des 2. Durchgangs von FLIP-I die qualitativ-empirische Begleitforschung systematisch ausgeweitet: Schlüsselphasen des (Beratungs-)Prozesses werden videographiert, um anhand der Analyse getätigter Aussagen Entwicklungsverläufe im Kontext interdisziplinären Denkens empirisch rekonstruieren zu können. Besonderes Merkmal ist dabei die Perspektivenübernahme.

 

Embodied Translating: Körper, Sprachgefühl und Übersetzung (Start 2016)

Kooperationspartnerinnen:

  • Universität zu Köln, Deutschland: Prof. Dr. Alexandra L. Zepter, Deutsche Sprache und ihre Didaktik, IDSL II
  • Universität Bologna, Italien: Dr. Barbara Ivancic, Deutsche Sprache und Übersetzung (Professore associato confermato), Fakultät für Fremdsprachen und Philologien

Im Fokus des Projekts stehen das Übersetzen und die Rolle der Übersetzenden im Übersetzungsprozess und in diesem Bezug die Frage nach dem komplexen Zusammenspiel von kognitiven und körperlichen (d.h. physisch-sinnlichen und emotionalen) Dimensionen.
Blickt man auf Praxisreflexionen von Übersetzerinnen und Übersetzern, so beziehen diese sich häufig auf die konkret-physische körperliche Dimension des Übersetzungsakts bzw. auf ihre emotionalen und sinnlichen Erfahrungen, die eine relevante Einflussgröße in den Übersetzungsprozessen ausmachen (vgl. u.a. Lavieri 2007).

In den Übersetzungswissenschaften ist dieser Bezug allerdings bis dato noch eher selten (eine Ausnahme bildet die hermeneutisch orientierte Übersetzungsforschung), obgleich er von der Idee des „flesh-and-blood translators” (Pym 2008) unmittelbar impliziert wird und die körperliche Dimension in diesem Rahmen prinzipiell einen substanziellen Forschungsteilbereich innerhalb der Translationswissenschaften bzw. im Feld der TranslatOR Studies bilden kann und sollte. So argumentieren Ivancic/Zepter, dass der kognitive Akt des Übersetzens adäquater als ‚körperlich verankert‘ (embedded in a body) zu fassen ist  ̶  derart, dass die emotionalen und physisch-sinnlichen Ebenen zur Ressource im Übersetzungsprozess werden. Daraus ergibt sich eine Perspektive, die gleichfalls relevante Implikationen für eine gleichgewichtig kognitiv und sinnlich orientierte Übersetzungs-, Zweit- und Fremdsprachendidaktik bereithält.
Ausweitung des Netzwerks: Im November 2019 richteten Ivancic/Zepter eine internationale, interdisziplinäre Tagung zum Thema „Übersetzen als Schlüsselfähigkeit im europäischen Dialog: Der Körper als Ressource für Sprachgefühl und Empathie“ aus, an der neben Forscherinnen und Forschern aus den Bereichen Sprachdidaktik, Fremdsprachendidaktik und Übersetzungstheorie sowie Psychologie und Kognitionswissenschaften auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Übersetzungspraxis und mehrsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller teilgenommen haben. Die Tagung wurde vom Deutsch-Italienischen Zentrum für Europäische Exzellenz in Kooperation mit der DFG im Rahmen der 2019-Ausschreibung zur Deutsch-Italienischen Zusammenarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften in vollem Umfang finanziert (Auswahl der Förderung durch die DFG) und fand in der Villa Vigoni (Italien) statt.

 

Abgeschlossene Projekte (teilweise noch in der Auswertung):


SpiGU ─ Sprachsensibel Lehren und Lernen im inklusiven Geographie-Unterricht. Unterstützungsformate beim materialgestützten ((informierend)-argumentierenden) Schreiben im inklusiven Geographieunterricht. Eine empirische Studie in der Sekundarstufe I (2019 ─ 2021)

Kooperationspartnerinnen:

  • Prof. Dr. Alexandra L. Zepter, Philosophische Fakultät,  IDSL II (Sprachdidaktik, Sprachwissenschaft), Universität zu Köln
  • Dr. Diana Gebele, Philosophische Fakultät,  IDSL II (Sprachdidaktik, Sprachwissenschaft), Universität zu Köln
  • Prof. Dr. Alexandra Budke, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Geographiedidaktik (Geographiedidaktik), Universität zu Köln

Obgleich das Desiderat einer (bildungs-)sprachsensiblen Gestaltung des schulischen (Fach-)Unterrichts in den einschlägigen Diskursen zunehmend Beachtung erfährt, werden die Möglichkeiten für die Aneignung bildungs- und fachsprachlicher Kompetenzen in inklusiven Lernsettings bis dato nur selten diskutiert. Hier setzt SpiGU an und nimmt das materialgestützte argumentative Schreiben zu geographischen Themen in den Fokus. Obwohl grundlegend für den Geographieunterricht, ist die Entwicklung von fachlichen Belegen für Argumentationen aus unterschiedlichen Materialien (u.a. Diagramme, Karten, Texte, Statistiken) noch kaum erforscht; auch umfängliche, empirisch fundierte Erkenntnisse zu Schreibprozessen im Geographieunterricht gibt es noch nicht.

Ziel von SpiGU ist es, zu ermitteln, wie unterschiedliche Schüler:innen in einer inklusiven Sekundarstufe I die Fähigkeit erlangen können, Material so zu nutzen, dass verschiedene Perspektiven auf einen geographischen Fachgegenstand erkannt und verstanden, eine schlüssige Argumentation der eigenen Sichtweise entwickelt und sprachlich (schriftlich) zum Ausdruck gebracht werden. Dafür wählt SpiGU exemplarisch das Thema Raumgestaltung, bei dem in der 8. Jahrgangstufe räumliche Nutzungskonflikte zu ermitteln und die Sichtweisen von am Planungsprozess beteiligten Akteuren zu durchdringen sind, sowie weiterführend ein eigener Standpunkt argumentativ zu entwickeln ist.
Eine zentrale Herausforderung bei einer solch komplexen Aufgabe besteht darin, allen Schüler:innen unabhängig von ihren individuellen Lernausgangslagen Teilhabe und Lernfortschritt zu ermöglichen. Um genauer zu verstehen, wie dies erreicht werden kann, werden zunächst die Herausforderungen unterschiedlicher Schüler*innen beim materialgestützten argumentativen Schreiben in einer inklusiven Klasse erhoben. Auf der Grundlage der Ergebnisse entwickelt und erprobt SpiGU verschiedene Unterstützungsformate in den Bereichen Lesen sowie Planen und Formulieren von argumentativen Texten. Zweck der Unterstützungsformate ist es, den komplexen Prozess der Materialbearbeitung zu entlasten und abgestimmte Förderangebote zu schaffen.
SpiGU verknüpft das Forschungsprojekt mit einem Lehrprojekt, indem Studierende im Lehramt Sonderpädagogik im Rahmen von interdisziplinären Seminaren in die Entwicklung und Erprobung der Unterstützungsformate mit einbezogen werden.

Das Projekt wurde aus kompetitiv eingeworbenen Fördermitteln aus dem Innovationspool Sonderpädagogik der Universität zu Köln finanziert (2019 ─ 2021).

Teilergebnis 2020 (1. Zyklus Datenerhebung und Datenauswertung): Interdisziplinäre Entwicklung eines Textanalyserasters zur quantitativen und qualitativen Auswertung von Textprodukten nach materialgestützten Schreibaufgaben im Geographieunterricht: Textanalyseraster (Deutsche Fassung); text analysis grid (Englische Fassung)

Teilergebnis 2021 (entwickelt im Anschluss an 1. Zyklus Datenerhebung und Datenauswertung): Unterstützungsformate für materialgestützte Schreibaufgaben am Beispiel des Themas Raumgestaltung/Raumnutzungskonflikte. Alle Materialien unterstützen im Sinne von Scaffolds den Prozess der Aufgabenbearbeitung, u.a. indem sie metakognitives Monitoring anregen: Material mit Aufgaben, Checkliste, Planungsplakat, Schreibplan
 

BiKETEntwicklung bildungssprachlicher Kompetenzen im Rahmen von ästhetischen Erfahrungen in Tanzprojekten mit Kindern und Jugendlichen (2018 ─ 2021) 

Kooperationspartnerinnen:

  • Prof. Dr. Alexandra L. Zepter, Universität zu Köln,  IDSL II (Sprachdidaktik, Sprachwissenschaft)
  • Prof. Dr. Corinna Vogel, Hochschule für Musik und Tanz Köln ((Elementare) Musikpädagogik)

Tanzprojekte, die im Rahmen kultureller Bildungsangebote an Schulen durchgeführt und bei denen die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen selber kreativ tätig werden, indem sie eigene Tanz-/Bewegungs-Beiträge zum Stück entwickeln, fordern die Beteiligten auch auf bildungssprachlicher Ebene. In die Arbeit am Stück werden zu verschiedenen Zeitpunkten sprachliche Interaktionen und Gesprächsrunden implementiert, die der Gestaltungsplanung, dem Feedback und der Reflexion dienen können und die den Kindern und Jugendlichen unterschiedliche Sprachhandlungen wie z.B. Beschreiben und Begründen sowohl auf rezeptiver als auch auf produktiver Ebene abverlangen.

Zur empirischen Fundierung und weiteren Theoriebildung in diesem Kontext realisiert das Forschungsprojekt BiKET eine qualitative Studie im Feld. Im Fokus stehen übergreifend folgende Forschungsfragen: Welche spezifischen Beschreibungs- und Begründungsformen bzw. welche spezifischen Beschreibungs- und Begründungskulturen zeigen sich in mündlichen Diskussions-/Reflexionsphasen als Komponenten von kooperativen künstlerischen Gestaltungsprozessen in kreativen Tanzprojekten mit Kindern und Jugendlichen? Wie entfalten sich in kreativen Tanzprojekten mit heterogenen Schulklassen bei unterschiedlichen Lerner:innen mündliche Beschreibungsfertigkeiten im Zuge von Diskussions- bzw. Reflexionsphasen? Wie gestalten sich die betreffenden Interaktionsphasen und welche Reflexionsimpulse nutzen unterschiedliche Lernende in diesem Kontext und im Rahmen welcher Lernprozesse nutzen sie sie? Welche didaktischen Implikationen ergeben sich?
BiKET wurde aus Drittmitteln der RheinEnergieStiftung Kultur und ergänzend aus Mitteln der Hochschule für Musik und Tanz Köln finanziert (2018 ─ 2021).

 

Lehrprojekte und wissenschaftliche Beratung:
 

Hochschuldidaktisches Lehrprojekt im Lehramt für sonderpädagogische Förderung (Start WS 2022/23):
‚Förderung der emotional-sozialen Entwicklung mit Sprache und Literatur –
sprachlich-literarisches Lernen mit Emotion'

Kooperationsseminar von IDSL 2 (MA – AM 2) und dem Arbeitsbereich Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung (BA); Kooperationsparterinnen:

  • Prof. Dr. Alexandra L. Zepter, Philosophische Fakultät, IDSL II (Sprachdidaktik, Sprachwissenschaft)
  • Dr. Daniela Frickel, Philosophische Fakultät, IDSL II (Literaturdidaktik, Literaturwissenschaft)
  • Vertr.-Prof. Dr. Tatjana Leidig und Mareike Urban, Humanwissenschaftliche Fakultät, Arbeitsbereich Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung

Das Seminar fokussiert auf die Relevanz von Emotionen im Rahmen ästhetischer Erfahrungen mit literarischen Texten. Es lotet das Potenzial einer didaktischen Zentrierung auf Emotionen und auf Reflexion von emotionsbezogenen Aspekten für literarisches und sprachliches Lernen in einem integrativ konzipierten Deutschunterricht mit heterogenen Lerngruppen aus. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Verknüpfung von Fach- und Entwicklungszielen im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung gelegt.

 

 

 

‚Sprachliche Bildung' (Start 2002; Mitarbeit Zepter seit 2014)

Kooperationspartner:

  • Mercator Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache (Leitung: Prof. Dr. Becker-Mrotzek)
  • Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration Köln (ZMI)
  • Lernende Region-Netzwerk Köln e.V.
  • ZuS (Heterogenität und Inklusion gestalten – Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung)

Das Kooperationsprojekt Sprachliche Bildung verknüpft eine praxisgebundene Ausbildung von Lehramtsstudierenden im Bereich Deutsch als Zweitsprache mit der sprachlichen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte. Die übergreifenden Projektziele sind:

  • eine zugleich theoretisch fundierte und praxisnahe Ausbildung von Lehramtsstudierenden
  • die Unterstützung von Schulen bei der sprachlichen Förderung ihrer Schüler/-innen
  • empirische Forschung im Kontext von Deutsch als Zweitsprache

 Im Fokus der Mitarbeit (Zepter) stehen die folgenden Teilprojekte: 

  • Feriensprachschulen für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler
  • Pilotierung im WS 2016/2017: Masterseminare „EINS – Den Einstieg erleichtern: Sprachlich-literarische Förderung von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern“
     

QuisS mit BiSS ─ ‚Qualität in sprachheterogenen Schulen‘ mit ‚Bildung durch Sprache und Schrift‘: Weiterentwicklung des Konzepts DemeK (Deutschlernen in mehrsprachigen Klassen der Grundschule) für die SEK (2014 ─ 2019)

Verbundpartner:

  • Bezirksregierung Köln: Dr. Petra Heinrichs, Birthe Hahn, Christiane Wengmann
  • Universität zu Köln: Prof. Dr. Alexandra L. Zepter (Funktion: wissenschaftliche Beratung)
  • Kommunales Integrationszentrum Düren
  • Mehrere Gesamt- und Realschulen in Köln, Aachen und Düren

Das Verbundprojekt QuisS mit BiSS (2014 ─ 2019) zielte ab auf die Implementierung sprachlicher Förderung im Regelunterricht der Jahrgänge 5 und 6 an Gesamtschulen und Realschulen im QuisS-Programmgebiet der Bezirksregierung Köln. Dafür wurden an ausgewählten Schulen des BiSS-Verbundes theoriefundierte Konzepte zur systematischen sprachlichen Förderung möglichst aller Schülerinnen und Schüler in möglichst vielen Fächern erprobt und fortentwickelt. Im Zentrum standen der Umgang mit literarischen Texten und mit Sachtexten im Deutschunterricht und auch im sonstigen Fachunterricht. Methodischer Ausgangspunkt waren die DemeK- Sprachfördermethoden wie Chunk-Lernen, Generative Textproduktion und Grammatiksensibilisierung, die sich in der Praxis der Grundschule für DaZ-Lernende bewährt haben, für den Zielkontext jedoch bedarfsgerecht weiterzuentwickeln sind. Gemeinsame Voraussetzung der BiSS-Schulen war die bereits erfolgte Einführung eines sprachsensiblen Deutschunterrichts für die Klassen 5 und 6 seit dem Schuljahr 2011/12; an allen ausgewählten Schulen unterrichten entsprechend fortgebildete DemeK-Lehrkräfte.
Im Zuge des Projekts wurden mehrere Themenhefte entwickelt, die sich jeweils unterschiedlichen sprachlichen Handlungsbereichen bzw. Operatoren widmen: ‚Beschreiben‘ (2015), ‚Begründen und Argumentieren‘ (2016), ‚Erzählen in Märchen‘ (2017), ‚Darstellen und Präsentieren‘ (2018/19). Alle Themenhefte wurden nach Multiplikatoren-Fortbildungen auf breiterer Basis in BiSS-Schulen erprobt und auf dieser Basis sukzessive optimiert.

Nach Abschluss des Projekts bleibt die wissenschaftliche Beratungstätigkeit im Rahmen von QuisS und der diesbezüglichen Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Köln (Dr. Petra Heinrichs, Birthe Hahn, Christiane Wengmann) auch weiterhin bestehen.