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Mit Literaturunterricht gegen Antisemitismus

Deutsch- bzw. Literaturunterricht ist weithin für Analysen von Texten und den Diskurs im schulischen Setting bekannt. Doch der Umgang mit Texten, insbesondere im Kontext jüdischer Literatur und der Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Diskriminierung, bietet weit mehr Möglichkeiten. Statt sich ausschließlich auf Inhalte oder historische Einordnungen zu konzentrieren, kombiniert dieses Projekt als Forschungs- und Lehrprojekt die wissenschaftliche Untersuchung und praktische Anwendung von Methoden, um Lehramtsstudierende dazu anzuregen, jüdische Literatur als Erfahrungsraum wahrzunehmen, der Identifikationsmöglichkeiten und Perspektivwechsel bietet. Jüdische Literatur dient hier nicht nur als Unterrichtsgegenstand der literarischen Auseinandersetzung, sondern als Mittel zur Persönlichkeitsbildung und zur Entwicklung einer nachhaltigen Haltung gegenüber Diskriminierung und Vorurteilen.

Ausgehend von einer transdisziplinären Perspektive schafft das Projekt Raum für Reflexion und Austausch über Unterrichtsmethoden, die Diversität und Sensibilität fördern. Ziel ist es, jüdisches Leben und dessen vielfältige Darstellungen in der Literatur sichtbar zu machen und positiv zu verankern. Die geplanten Workshops, Podiumsdiskussionen und literarischen Spaziergänge eröffnen Begegnungen mit jüdischem Leben und ermöglichen es den Studierenden, Literaturunterricht auf neue Weise zu erfahren und zu reflektieren.
Dieses Projekt greift Ansätze der öffentlichen Literaturdidaktik auf: Es zielt darauf ab, jüdisches Leben im kulturellen Kontext des Unterrichts zu verankern und ein Netzwerk zwischen Bildungsinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Partnern zu schaffen.

 

Aktuelles

Lesestunde zu Lena Gorelik "Wer wir sind"

Lesestunde zu Lena Gorelik "Wer wir sind"

Am Lern- und Gedenkort Jawne setzten sich Teilnehmenden am Beispiel von Goreliks Roman "Wer wir sind" mit Fragen der Zugehörigkeit, der Bedeutung von Erinnerungsstücken und der Rolle von Sprache in biografischen Erzählungen auseinander. Die Veranstaltung bot damit Raum für Austausch und Reflexion über individuelle und kollektive Erfahrungen von Migration und Identität.
Lesung im Literaturhaus Köln

Lesung im Literaturhaus Köln

Jüdische Kinder- und Jugendliteratur im Deutschunterricht – Im Gespräch mit Anne-Ruth Wertheim und Sonja Matheson zu autobiographischem Schreiben, Erinnerungskultur und Bildungsauftrag
Besuch im NS-Dokumentationszentrum

Besuch im NS-Dokumentationszentrum

Bei einem Besuch des NS-Dokumentationszentrums, beschäftigen sich Studierende mit fachlichen Grundlagen zum Thema Antisemitismus.

Literarischer Spaziergang zu "Meines Vater Haus" (1995) von Artur Joseph

Literarische Spaziergänge führen Texte an die Orte zurück, die sie beschreiben, oder von denen sie erzählen. Damit verbinden sie Literatur mit Stadtraum und machen den Text im Gehen erfahrbar. Die Videodokumentation gibt Einblicke in ein Arrangement zu Artur Josephs Meines Vaters Haus. Ein autobiografischer Roman, der vom jüdischen Leben in Köln vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus erzählt. Die Stationen des Rundgangs verknüpfen Passagen aus dem Text mit Orten des Erinnern; zwischen Alltagsraum und historischer Bedeutung. In einem kürzlich erschienen Beitrag vertiefen die Autor:innen die Frage dem literaturdidaktischen Potenzial für den Deutschunterricht

Berichte

Anne-Ruth Wertheim und Sonja Matheson  im Literaturhaus Köln

Anne-Ruth Wertheim und Sonja Matheson im Literaturhaus Köln

Ein Bericht

Lehrveranstaltungen

Am Themenbereich interessierte Studierende unserer Lehramtsstudiengänge können im Winter- und Sommersemester 2024/25 an folgenden Lehrveranstaltungen teilnehmen:

Wintersemester 2024/25

  • Jüdische Literatur im Deutschunterricht

Sommersemester 2025

  • Deutsch-jüdische Kinder- und Jugendliteratur und ihre Didaktik