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Akademische Rätin auf Zeit

Für Literaturwissenschaft/Literaturdidaktik

Mitarbeiterin von Frau Prof. Dr. Sieglinde Grimm 

Postadresse:
Universität zu Köln
Philosophische Fakultät
Institut für Deutsche Sprache und Literatur II
Albertus-Magnus-Platz 1 
D-50923 Köln

Besucheradresse:
Classen-Kappelmann-Straße 24, D-50931 Köln 

1. Obergeschoss, Büro 1.10 

Kontakt:
Tel.: 0221 / 470-76629
Mail: n.konya-jobsSpamProtectionuni-koeln.de

Prüfungsberechtigungen: LPO 2003 (altes Staatsexamen), BA und MA Primarstufe, HRGe, So.-Päd. 

Studentische Hilfskraft (SHK): Julius Arens 

Sprechstunden im SoSe 2020:

Aufgrund der aktuellen Situation finden meine Sprechstunden derzeit als Telefonsprechstunden statt. Bitte melden Sie sich unter Angabe einer Telefonnummer und einer kurzen Beschreibung Ihres Anliegens vorab per Phil.-Services an. Ich schlage Ihnen dann einen Termin für ein Gespräch vor.

Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung ausschließlich per phil.services erfolgt!

Weiter zur Sprechstundenanmeldung: nathalie_konya-jobs 

Tagungsband im Druck: http://www.read-east.de

Mitgliedschaften (in Auswahl):

- Deutscher Germanistenverband

- Symposion Deutschdidaktik e.V. 

- AG-Medien im Symposion Deutschdidaktik e. V. 

- Interdisziplinäres Forschungszentrum für die Didaktiken der Geisteswissenschaften (IFDG) 

Funktionen

  • Wissenschaftliche Beratung des Arbeitsbereichs 5 der QUA-LiS NRW im Fach Deutsch (Unterrichtsentwicklung der allgemeinbildenden Schulen - Standardüberprüfung - Zentrale Prüfungen)
  • Vertreterin des wissenschaftlichen Mittelbaus des IDSL II in der Abteilung Literaturwissenschaft / Literaturdidaktik

Eigene Forschungsgebiete

  • Literaturgeschichtsdidaktik
  • Soziale und multimodale Medien im Deutschunterricht
  • Interkulturelle Literaturdidaktik (bes. zentrales und östliches Europa)
  • Kulturökologie im Literaturunterricht

Themenschwerpunkte für BA-Arbeiten und MA-Arbeiten: Fachdidaktik

  • Literaturgeschichte und historisches Lernen im Literaturunterricht
  • Dramen- und Theaterdidaktik
  • Interkulturelle Literaturdidaktik
  • Identitätsorientierte Literaturdidaktik
  • Kulturökologie im Literaturunterricht
  • Differenzierung - Individualisierung - Inklusion im LU
  • Werteerziehung in Literaturunterricht
  • Medienbildung im Literaturunterricht

Themenschwerpunkte für BA-Arbeiten und MA-Arbeiten: Fachwissenschaft

  • Günter Grass
  • Autorschaftskonzepte
  • Literatur und Raum (Spatial/Topographical Turn)
  • Novellistisches Erzählen
  • Sturm u. Drang, Empfindsamkeit, Romantik, Realismus
  • Klassische Moderne (Wiener Moderne, Prager Moderne), Expressionismus
  • Literatur nach '45
  • Gegenwartsliteratur
  • Literatur im Netz
  • Deutschsprachige Literatur im östlichen Europa

Habilitationsprojekt: Literarhistorisches Verstehen als Herausforderung der Deutschdidaktik

Literaturgeschichte gilt als ‚Sorgenkind der Deutschdidaktik‘ (Tinter, 2012) und ‚schwieriges Geschäft‘ (Korte, 2003). Im Vergleich mit anderen viel diskutierten Problemfeldern der Disziplin wird die Literaturgeschichtsdidaktik als eher randständig (Nutz, 2002) wahrgenommen. Dieses Aufmerksamkeitsdefizit der Forschung steht jedoch in einem Missverhältnis zum hohen Stellenwert der Literaturgeschichte in der Obligatorik des Deutschunterrichts und als Prüfungsgegenstand sowie ihrer häufigen, aber didaktisch wenig reflektierten Thematisierung in lizensierten Lehrmitteln und Handreichungen. Die Didaktik der Literaturgeschichte scheint heute in hohem Maße unter einem Konflikt zwischen Kompetenz- und Gegenstandsorientierung zu 'leiden'. Obschon Kompetenzorientierung und Bildungsstandards das selbständige problemlösende Lernen und den handelnd-kritischen Umgang mit Wissen von den Schüler*innen fordern, erfüllt die Praxis des Literaturgeschichtsunterrichtes mit der Fokussierung auf abprüfbares Überblickswissen und der passiven Rolle der Schüler*innen diese Anforderungen zum Teil nicht. Dies ist eine Tendenz, die namhafte Literaturdidaktiker wie Abraham, Rupp, Fingerhut und Spinner beklagen. Doch wie kann literaturgeschichtliche Bildung im Deutschunterricht gelingen? Das laufende literaturdidaktische Habilitationsprojekt ‚Literarhistorisches Verstehen als Herausforderung der Deutschdidaktik‘ versteht sich in diesem Zusammenhang als Beitrag zur Grundlagenforschung im Problemfeld der Lernprozesse von Literaturgeschichte im Fach Deutsch. Für ein vertieftes Verständnis literarhistorischer Bildungsverläufe wird deren komplexes Bedingungsgefüge explorativ und multikausal untersucht. Das Projekt dient der Beantwortung folgender vier Forschungsfragen:

- Was ist Literarhistorisches Textverstehen und wie lässt es sich messen?

- Wie kann die Problematik literarhistorischen Verstehens hinsichtlich der Einflussfaktoren des Deutschunterrichts explorativ und multikausal beschrieben werden?

- Was ist der Status Quo der Literaturgeschichtsdidaktik, der der LD-Forschung zur Diskussion präsentiert werden kann?

- Fördert ein bestehender fachdidaktischer Ansatz literarhistorische Verstehensakte in höherem Maße als die anderen?

Im Zentrum des Vorhabens steht als Konstrukt der Bildungsforschung das in Entwicklung und Pilototierung befindliche Modell des Literarhistorischen Verstehens. Seine Gütekriterien sind die stufenweise Operationalisierbarkeit beobachtbarer Fähigkeitsdimensionen der Proband*innen sowie die empirische Überprüfbarkeit.