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Katrin Kleinschmidt-Schinke

Thema: Entwicklungssensitive Schreibdidaktik – Konzeptionierung und Evaluation (Arbeitstitel)

Abstract: Bisher liegen schon viele Erkenntnisse zur Schreibentwicklung von Schüler/-innen (also zur Entwicklung des Texte-Schreibens, vgl. Feilke 1993: 17–20) in unterschiedlichen Jahrgangsstufen und bezogen auf verschiedene Textsorten vor. Eine Überführung dieser Erkenntnisse in schreibentwicklungsbezogene Förderkonzepte ist allerdings dringendes Desiderat. Eine entwicklungssensitive Schreibdidaktik beruht auf der Diagnose des aktuellen Entwicklungsniveaus des Schülers/der Schülerin in der betreffenden Textsorte bzw. Teilkompetenz des Schreibens. Darauf baut eine individuelle Förderung in der Zone der nächsten Entwicklung auf. Sie berücksichtigt zudem die exogenen Wirk- und Einflussfaktoren des Spracherwerbs (nach Pohl 2007: 90 bzw. Ohlhus/Stude 2009: 475), wie schreibbezogene Interaktion mit den Schüler/-innen und Feedback zu ihren Produkten, Schreib-Modelle, aber auch explizite schreibentwicklungsbezogene Instruktionen in stärker lehrgangsförmigen Unterrichtsphasen. In zweiten Grundschulklassen soll eine hypothesenüberprüfende quasi-experimentelle Interventionsstudie mit Messwiederholungen durchgeführt werden, um erforschen zu können, ob eine solche entwicklungssensitive Schreibdidaktik positive Effekte auf die Schreibkompetenz der Grundschüler/-innen hat.

Literatur

Feilke, Helmuth (1993): Schreibentwicklungsforschung. Ein kurzer Überblick unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung prozeßorientierter Schreibfähigkeiten. In: Diskussion Deutsch. Jg. 24. H. 129. S. 17–34.

Ohlhus, Sören/Stude, Juliane (2009): Erzählen im Unterricht der Grundschule. In: Becker-Mrotzek, Michael (Hrsg.): Mündliche Kommunikation und Gesprächsdidaktik. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren. S. 471–486.

Pohl, Thorsten (2007b): Studien zur Ontogenese wissenschaftlichen Schreibens. Tübingen: Niemeyer.