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Laufende Forschungsprojekte

·         Fachliches Lernen

Im Rahmen eines interdisziplinären Projektes der geisteswissenschaftlichen Fachdidaktiken (z.Zt. Sprach-, Geschichts- und Philosophiedidaktik als IFDG Forschergruppe; mit Jun.-Prof. Dr. Anne Burkard, Johannes Jansen, Dr. Manuel Köster, Prof. Dr. Thorsten Pohl, Prof. Dr. Holger Thünemann) sollen die bei SuS verfügbaren second order concepts, genauer Basiserkenntniskonzepte, als Instrumente fachlichen Lernens erhoben werden. Methodisch werden dazu experimentelle Zugänge verwendet und schriftbasierte Daten von Lernenden erhoben. Ein solcher (theoretisch wie methodisch basierter) Zugang soll fachlich determinierte Lernprozesse beobachtbar machen und versteht sich als Grundlagenforschung einer geisteswissenschaftlichen Fachdidaktik.

In der ersten Phase der Projektarbeit galt es zunächst den fachdidaktischen Gegenstand zu bestimmen, der nun als Basiserkenntniskonzept (BEK) gefasst wird (vgl. auch Pohl et al. 2018). Verständigt wurde sich auch auf ein gemeinsames empirisches Design, das u.a. in der Zusammenstellung von Aufgaben gleichen Typs besteht. Alle Aufgaben sind inzwischen mit Schüler*innen unterschiedlicher Alters- bzw. Schulstufen und in allen beteiligten Fächern erprobt, so dass ein bereits bestehendes Datenset genutzt werden kann.

Die zweite Phase diente zum einen der Beantragung einer Anschubfinanzierung sowie einer ersten Auswertung der bestehenden Datensätze. Diese Auswertung trug wesentlich zu einem Kategorienraster bei, das sowohl deduktiv aus fachdidaktisch relevanten Theoremen als auch induktiv durch die Antworten der Schüler*innen generiert wurde.

In der dritten Projektphase wurden die bisherigen Überlegungen in eine Antragsform überführt. Der Antrag ist im Mai 2018 bei der DFG gestellt worden.

 

·         Inklusion und Gender in der Deutschdidaktik

Im Rahmen der beim Symposion Deutschdidaktik (SDD) eingeworbenen Arbeitsgemeinschaft (geleitet von Wiebke Dannecker und Kirsten Schindler) werden Konzepte und erste Forschungsprojekte zum Themenbereich Inklusion und Gender entwickelt. Die Arbeitsgemeinschaft hat verschiedene Zielsetzungen. Zum einen geht es darum, das bislang kaum verankerte Themenfeld der Inklusion und Gender auch in der Fachdidaktik Deutsch zu etablieren und damit auch vom stark bildungswissenschaftlich geführten Diskurs zu emanzipieren. Zum anderen geht es darum, eine Austauschplattform für Kolleg*innen sehr unterschiedlicher Themenschwerpunkte aus den Sprach-, Literatur- und Mediendidaktiken zu ermöglichen. Die Arbeitsgemeinschaft soll auch dazu beitragen konkret gemeinsame Projekte und Publikationen umzusetzen.

Am 8. März 2018 hat die Auftaktveranstaltung eines ersten Treffens an der Universität zu Köln stattgefunden, im September 2019 findet ein zweites Treffen der Arbeitsgemeinschaft im Rahmen des Symposion Deutschdidaktik an der Universität Hamburg statt. Im März 2019 ist  eine weitere Tagung in Köln geplant. Alle Treffen werden von der Leitung der Arbeitsgemeinschaft (Wiebke Dannecker und Kirsten Schindler) konzipiert und organisiert.

Abgeschlossene Drittmittelprojekte:

AkaTex - Akademische Textkompetenzen bei Studienanfängern und fortgeschrittenen Studierenden des Lehramtes unter besonderer Berücksichtigung ihrer Startvoraussetzungen


Verbundprojekt, Projektleiterinnen: Dr. Kirsten Schindler (Universität zu Köln) und Prof. Dr. Gesa Siebert-Ott (Universität Siegen)
Projektlaufzeit: 04/2012-03/2015

Finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Ziel des Verbundprojekts AkaTex ist eine Professionalisierung der Lehramtsausbildung bezogen auf die für Studium und Beruf relevante akademische Textkompetenz. Wir unterscheiden hier zwischen akademischer Textkompetenz im engeren und weiteren Sinne. Akademische Textkompetenzen im engeren Sinne beziehen sich u. E. auf die Fähigkeit eigene Texte produzieren zu können (Produktionskompetenz), dazu müssen Texte der wissenschaftlichen Community rezipiert und im Forschungsdiskurs verortet werden (Rezeptions- und Diskurskompetenz). Weiterhin ist es Kernaufgabe zukünftiger Lehrer/innen die Texte bzw. Leistungen ihrer Schüler/innen zu bewerten und diese Bewertungen kriterien- und adressatenorientiert zu verbalisieren (Beurteilungskompetenz); hier als akademische Textkompetenz im weiteren Sinne verstanden. Das Projekt zielt darauf für die akademische Textkompetenz im engeren und weiteren Sinne Modellierungsvorschläge zu entwickeln und diese mit entsprechenden Instrumenten zu messen.

Das Verbundprojekt ist Teil der Förderinitiative Kompetenzmodellierung und Kompetenzerfassung im Hochschulsektor (KoKoHs) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Siehe auch: www.uni-siegen.de/phil/akatex

 

 

Akademisches Schreiben lernen - zwischen Schule und Hochschule


Kooperationsprojekt, Projektleiterinnen: PD Dr. Kirsten Schindler (Universität zu Köln), Graciela Fernández (Albertus-Magnus-Gymnasium Köln)
Projektbeginn: 10/2011

Juni 2014 - September 2016 von der RheinEnergie Stiftung gefördert

Akademische Texte zu schreiben stellt Anforderungen an Studienanfänger/innen (und Studierende), auf die sie im schulischen Kontext unterschiedlich gut vorbereitet werden. Die Facharbeit, die in der gymnasialen Oberstufe von (den meisten) Schüler/innen verfasst wird, gilt z.Zt. als wichtigstes propädeutisches Instrument akademischen Schreibens. Im Rahmen des Projekts wir u.a. der Frage nachgegangen, ob bzw. inwieweit damit bei Schüler/innen der Sekundarstufe II Textkompetenzen angebahnt werden können, so wie sie für ein erfolgreiches Hochschulstudium notwendig sind. Neben dieser gegenstandsbezogenen verfolgen wir auch eine didaktische Zielsetzung, indem wir eine Professionalisierung des Kompetenzerwerbs in Schule und Hochschule anstreben. Innerhalb der Kooperation zwischen dem Albertus-Magnus-Gymnasium und der Universität zu Köln begleiten Lehramtsstudierende des Unterrichtsfaches Deutsch Schüler/innen während des gesamten Schreibprozesses ihrer Facharbeit. Diese Form der Vernetzung kann für beide Partner Potenziale entfalten: Während die Schüler/innen mit Hilfe von Workshops und Schreibberatungen ein erstes Bewusstsein für akademisches Schreiben entwickeln, sammeln die Studierenden durch die Vermittlungsperspektive gewinnbringende Erfahrungen sowohl für ihr eigenes Schreiben, als auch für ihre spätere Berufspraxis als Lehrer/innen.